Zähringen in 15 Jahren – Sport, Bewegung und viel mehr Grün?!

Ausschnitt des Rahmenplans

 

In Zähringen rauchen die Köpfe, denn der Stadtteil wird neu geplant.

Die Zähringer Straße wird ein Boulevard mit vielen Bäumen? Das Sportgelände des TSV total umgebaut? Die Grundschulen saniert und teilweise sogar verlegt?! Der Jugendtreff JATZ kommt ganz woanders hin? Und der Autobahnzubringer Isfahanallee wird ganz weggemacht?!

All das planen gerade Menschen in der Stadt und haben dazu die Öffentlichkeit beteiligt.

Wir als Jugendbüro und unsere Kolleginnen vom Kinderbüro waren dafür im Stadtteil unterwegs und haben euch gefragt: was haltet ihr von den Plänen?

In zwei Beteiligungsrunden haben wir Ideen und Wünsche gesammelt und im zweiten Schritt den 1. Entwurf nochmal kritisch ins Auge genommen.

 

Unsere Forderungen, was sich noch aus Jugend-Sicht und Kinder-Sicht ändern muss:

Jugendzentrum JATZ

Eine fast einstimmige Mehrheit der Beteiligten war schockiert von der Aussicht, dass der Treff in das Haus der Vereine integriert werden soll. Große Bedenken gab es hinsichtlich der Exponiertheit des Hauses, der Anwesenheit vieler Erwachsener rund um und vielleicht auch im Treff, der wahrgenommenen deutlichen Verkleinerung der Fläche des Treffs, der Sorge vor Vereinnahmung des Treffs durch andere Akteure im Haus und der aus all diesen Aspekten starken Veränderung der Identität des jetzigen Treffs. Vorschläge einer anderen Gestaltung war die Erhaltung des Thermalbad-Gebäudes bei Sanierung des Hauses oder eines gemeinsamen Umzugs mit der im Haus befindlichen KiTa auf die südlichere zu entstehende Sport- und Schulfläche. Hierbei könnten weiterhin die Synergieeffekte genutzt werden, dass die KiTa vorrangig vormittags bespielt ist und nachmittags die Treff-Öffnungszeiten sind und das Gebäude abgelegener aber mit Sportflächen umgeben liegt.

Fitnessterrassen und Bildung und Bewegung Sportflächen

Aus Kindersicht und für Mädchen und TIN*-Beteiligte hat der Plan noch einigen Verbesserungspotenzial. Hierbei wurden besonders die Fitnessterrassen und das Schulsportgelände im südlichen Sportareal als mögliche Orte zum Treffen und ungestört Zeit verbringen identifiziert. Hierfür müssten diese Orte besonders auf Bedarfe von Mädchen ausgelegt sein: warme/gelbe, weitreichende Beleuchtung, schöne Sitzmöglichkeiten und kreative Angebote sowie überdachte Flächen zum abends Zeit verbringen wünschen sich Mädchen. Stark kam die Forderung nach einer Tanzfläche auf einer der Fitnessterrassen auf. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass diese gut von mehreren Seiten erreichbar ist und auch nachts nutzbar bleibt.

Auf dem Sportgelände wünschen sich Mädchen dauerhaft öffentlich zugängliche Flächen, die in Abgrenzung zu den Vereinsflächen und Park abends zugänglich sind.

Beispielhaft hier direkte Zitate aus den Beteiligungen:

  • vielfältige Sitzgelegenheiten für unterschiedliche Nutzungen: Um Bäume einen Kreis, Hängemattenplätze (3x), Picknicktisch (2x), Sonnenbänke, einzelne Sitze, mobile Sitze, Überdachung mindestens an einem Ort!
  • Bereich für Musik und laut sein abends mit Beleuchtung, Mülleimern und so, das finden Mädchen cool und wichtig
  • im ganzen Park: gelbes Licht für die Beleuchtung, weißes Licht ist gruselig (Mädchen Aussage)
  • alle Ecken am Radweg gut ausleuchten, sonst hat man da Angst

Allgemein gab es viel Zustimmung zu den geplanten Sportflächen im Park, wobei immer wieder auf die dauerhafte öffentliche Nutzung der Flächen gedrängt wurde. Insbesondere auch abends und nachts, wenn Kinder und Jugendliche frei haben und spontan mal spielen gehen wollen.

Zugang zu Wasser

Kinder wollen Wasserspielplätze und finden den eingezeichneten Spielplatz auf dem heutigen Hüglinareal super. Jugendliche haben den freigelegten Dorfbach nördlich des Pumptracks als tollen künftigen Treffpunkt identifiziert und wollen dort Möglichkeiten, mit den Füßen im Wasser sich treffen zu können. Hierbei kam der Zielkonflikt Naturschutz und öffentliche abgelegene Treffpunkte für Jugendliche auf, den sie beachtet sehen wollen.

Grünflächen erhalten und ausbauen

Mehrfach wurde die Wichtigkeit der Zähringer Höhe als naturnaher Rückzugsraum hervorgehoben, besonders stark wird dieser wohl von PoC Jugendlichen genutzt, um konfliktfrei mal abschalten zu können. Entsprechend groß war der Wunsch, dass dort kein Baugebiet entsteht. Toll fanden alle Beteiligten die Pläne, mehr Parks im Zähringer Westen zu gestalten und die Zähringer Straße zu einem Boulevard umzubauen. Die große Mehrheit hat begeistert auf die Idee reagiert, die Isfahanallee verkehrszuberuhigen und in der Gegend einen Park anzulegen. Einzelne Einwände bezogen sich auf die Sorge der längeren Anfahrtswege in den Stadtteil.

 

Weitere Beteiligungen von Kindern und Jugendlichen benötigt es mindestens an folgenden Schritten im Prozess:

  • Ausgestaltung der Fitnessterrassen zwischen Radweg und Sportflächen
  • Freilegung des Dorfbachs in Zähringen Nord und Nutzungsoptionen
  • Fußwege über Zähringer Straße bei Umgestaltung
  • Verkehrsberuhigung Isfahanallee und Neugestaltung der Flächen
  • Umgestaltung der Schulflächen (Gebäude und Freiflächen)

Beispielbilder aus den Beteiligungen:

infobox

Projekt-Titel

Zähringen in 15 Jahren – Sport, Bewegung und viel mehr Grün?!

Ansprechpartnerin

Florian Leiner (Jugendbüro)
Luisa Spindler (Kinderbüro)

Partner

Status

  • Beteiligung abgeschlossen, Plan wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren nach und nach umgesetzt.

Material

Termine im Jugendzentrum

  • 1. Beteiligungsworkshop 21.04.2026 im Mädchen und TIN*-Treff

  • 2. Beteiligungsworkshop 30.04.2026 im Kinder-Treff und danach Jugend-Treff

  • Erwachsenenveranstaltung 16.07.2026: Vorstellung der ersten Ergebnisse vor der Jury der Stadt
  • 3. Beteiligungsworkshop 27.07.2026 im Kinder-Treff und danach Jugend-Treff

Ergebnisse

  • Ergebnisse der Jugendbeteiligungen und Kinderbeteiligungen als PDF runterladen

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