Jugendforum .komm im Rieselfeld

Ein Jugendforum im Stadtteil

Das stadtweite Jugendforum .komm einmal ins Rieselfeld holen – das war die Idee der Stadtteilarbeit, der Schulsozialarbeit am Kepler Gymnasium und der Jugendarbeit im Rieselfeld.
Gemeinsam mit dem Jugendbüro Freiburg, der Service- und Leitstelle für Jugendbeteiligung, wurde diese Idee im Oktober 2021 erfolgreich umgesetzt.

Bei der Planung der gemeinsamen Veranstaltung wurde das Fachkräfte-Team von einem tollen Jugend-Orga Team unterstützt und so füllte sich das Glashaus am Vormittag des 29. Oktober nach und nach mit motivierten Jugendlichen der Vorbereitungsgruppe. Es wurde ein Mittagessen für die Teilnehmenden organisiert, Räume wurden gerichtet, Technik ausprobiert und Moderation eingeübt.

Nachdem das Prinzip „Barcamp“ erklärt, die Themen gesammelt und der Tagesplan erstellt war ging es endlich los – die Jugendlichen verteilten sich auf die verschiedenen Workshops und Diskussionen und konnten sich in zwei Zeitfenstern von je 60 Minuten mit unterschiedlichen Personen austauschen und Ideen sammeln. Wie üblich beim Barcamp kommen die Themen von allen Beteiligten der Veranstaltung. In diesem Fall brachten die Jugendlichen Themen wie Sicherheit, Rassismus und Digitalisierung ein. Aber auch Fachkräfte aus der Verwaltung nutzen die Chance ihre Themen mit den Interessen der Jugendlichen zu besprechen, wie zum Beispiel zum Thema passende Öffentlichkeitsarbeit für Beratungsangebote.

Ein Kernstück des Jugendforums ist die Abschlussrunde. Diese soll dazu dienen, dass Ergebnisse, Ideen und Wünsche der Jugendlichen in die Politik und Verwaltung getragen werden. Mit Fragen wie „Was geht euch auf den Keks?“ Oder „Was denkt ihr sollte der Gemeinderat unbedingt zu dem Thema wissen?“ wurden in Kleingruppen „Spickzettel“ für die anstehenden Gespräche erstellt. Als die erwachsenen Gäste – Fraktionsmitglieder aus dem Gemeinderat, Mitarbeitende der Stadtverwaltung und Stadtteilakteur*innen – um 17.00 Uhr zum Kreis der Jugendlichen dazu kamen, waren sie sichtlich beeindruckt von der produktiven Stimmung im Saal und es entstanden schnell intensive Gespräche an den World Café Tischen.

Abschließend wurden konkrete nächste Schritte vereinbart und Kontaktdaten ausgetauscht. Besonders am Stadtteil-Jugendforum war, dass ein Budget von 1.000 € für eine konkrete Maßnahme zur Verfügung stand. Hier entschieden sich die Jugendlichen, dieses Geld in den Ausbau von öffentlichem W-LAN zu investieren und trafen Absprachen mit dem Leiter des Amtes für Digitalisierung.

Themen, Zuständige und (Zwischen)Ergebnisse

Öffentliches WLAN

Worum geht’s?

Mit dem für das Jugendforum zur Verfügung gestellen Budget von 1000 € wollt ihr Jugendlichen ein öffentliches WLAN im Rieselfeld mit finanzieren. Dabei habt ihr euch auf folgende Orte geeinigt: Maria-von-Rudloff-Platz, Geschwister-Scholl-Platz und im Dreieck zwischen Lidl, Edeka und SVO.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Bernd Mutter, Leiter des Amts für Digitalisierung (DIGIT) kümmert sich um die Grundlagen für die Umsetzung des Anliegens. Er berichtet in einem Schreiben vom 21. Dezember an das Jugendbüro, dass zunächst einige Fragen geklärt werden mussten. Zum Beispiel wo Accesspoints angebracht werden können, wie diese angeschlossen werden und ob es ausreichend starke Kabelverbindungen zu den eventuellen Aufstellungsorten gibt.
Mit der VAG gab es bereits Kontakt. Leider mit dem Ergebnis, dass ein offenes WLAN nicht in deren vorhandene Systeme integriert werden kann.
Aktuell wird mit einem externen Unternehmen versucht zu klären, an welcher Stelle wie viele Standorte für WLAN-Ausstrahlung nötig wären, um eine gute und stabile Verbindung zu ermöglichen.
Diese und weitere Informationen zum Thema könnt ihr dem Schreiben von Herrn Mutter entnehmen.

Stand der Dinge:

Alltagsrassismus

Worum geht’s?

Es soll ein Treffen zwischen dem Polizeipräsidenten, Gemeinderätin Julia Söhne und interessierten Jugendlichen geben, um über das Thema Rassismus im Alltag zu reden.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Julia Söhne kümmert sich um den Kontakt und die Terminfindung.

Stand der Dinge:

Unverpackte Lebensmittel

Worum geht’s?

Es soll einen Bioladen im Stadtteil geben, bei dem es unverpackte Lebensmittel zu kaufen gibt.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Es kümmert sich Ester von der Mediothek Rieselfeld um die Umsetzung.

Stand der Dinge:

Schulprojekte zu Antisemitismus und Rassismus

Worum geht’s?

Projekte gegen Rassismus und Antisemitismus, die am Kepler Gymnasium aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten sollen nachgeholt werden.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Der Gemeinderat Simon Sumbert fragt bei Verantwortlichen nach, wann und wie das möglich ist.

Stand der Dinge:

Antisemitismus an Schulen

Worum geht’s?

Im Schulausschuss des Gemeinderats sollen Schulleitungen zum Thema „Antisemitismus an Schulen“ sensibilisiert werden.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Gemeinderätin Claudia Feierling möchte das Thema in den Schulausschuss einbringen. Das wird frühestens bei dessen Sitzung im März 2022 der Fall sein.

Stand der Dinge:

Schulleitungsrunde gegen Rassismus

Worum geht’s?

Am Kepler Gymnasium soll es eine Schulleitungsrunde gegen Rassismus geben.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Tillmann Cordes, Vorstand des Elternbeirats und Mitglied im BürgerInnen-Verein Rieselfeld zuständig für den Arbeitskreis Kinder und Jugend, kümmert sich um die Umsetzung.

Was tut sich?

Es gibt eine neue AG am Kepler Gymnasium, die sich mit Prävention und Intervention beschäftigt. Es wird anschließend ein passendes Event organisiert.

Stand der Dinge:

"Nummern gegen Kummer"

Worum geht’s?

In einem Workshop wurden Aufkleber mit Telefonnummern gestaltet, unter denen Jugendliche Hilfe bekommen können. Die Idee ist, diese Aufkleber unter anderem in Schultoiletten aufzuhängen.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Der Workshop wurde von Herrn Merz (Amt für Kinder, Jugend und Familie) geleitet. Er kümmert sich um die praktische Umsetzung.

Stand der Dinge:

Angsträume, Beleuchtung und Überdachung

Worum geht’s?

Jugendliche wünschen sich eine Begehung schlecht oder gar nicht beleuchteter Orte unter anderem im Dietenbach-Park. Außerdem werden überdachte Aufenthaltsorte mit klima- und insektenfreundlicher Beleuchtung angeregt.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Gemeinderätin Pia Federer hat den Kontakt zu einer für die Beleuchtung zuständigen Mitarbeiterin im Garten- und Tiefbauamt hergestellt. Die Wünsche nach überdachten Aufenthaltsorten werden von Salome Mothes (Amt für Kinder, Jugend und Familie) und dem Jugendbüro weitergeleitet.

Stand der Dinge:

Öffentliche Sportgeräte

Worum geht’s?

Es soll mehr Sportgeräte für Jugendliche im öffentlichen Raum geben.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Frau Annette Schuck (KjK Rieselfeld) bringt das Anliegen im Vorstand des K.I.O.S.K Rieselfeld ein.

Stand der Dinge:

Pavillon im Rieselfeld

Worum geht’s?

Es soll einen wetterfesten, beleuchteten Pavillon mit Tisch und Stühlen hinter der Turnhalle der Grundschule geben.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Gemeinderat Gregor Mohlberg kümmert sich um die Umsetzung.

Stand der Dinge:

Aufruf zum Mitmachen

Worum geht’s?

Jugendliche dürfen der Redaktion der Stadtteilzeitung Themen für Artikel vorschlagen oder eigene Artikel einreichen.

Ergebnis:

Herr Werner Bachteler ist der Ansprechpartner für Jugendliche bei der Stadtteilzeitung.

Eine offene Gesellschaft!

Worum geht’s?

Die Idee einer offenen Gesellschaft soll im Stadtteil weiter verbreitet werden.

Wer kümmert sich um die nächsten Schritte?

Die Pastoralreferentin Sarah Weber bringt das Thema im Gemeindedienst ein. Für das Jahr 2022 ist das Projekt „Toast auf eine offene Gesellschaft“ geplant.

Stand der Dinge:

Nachttaxi für Frauen

Worum geht’s?

Als Ersatz für das Nachttaxi sollen Straßenbahnen nachts, vor dem Abbiegen ins Depot, eine letzte Runde durchs Rieselfeld fahren.

Stand der Dinge:

infobox

Projekt-Titel

Jugendforum .komm im Rieselfeld

Kategorie

Schlagworte

Status

Läuft

Koordination

  • ​Jugendarbeit im Rieselfeld

Partner

  • ​Jugendarbeit im Rieselfeld
  • Schulsozialarbeit am Kepler Gymnasium
  • Jugendbüro Freiburg

Sponsoren

Das Jugendforum wurde unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration (aus Mitteln des baden-württembergischen Staatshaushalts, den der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat) und durch die Stadt Freiburg.
Im Stadtteil haben Edeka Strecker und der Bioladen Rieselfeld das Forum mit Spenden unterstützt. Vielen Dank für die Unterstützung bei der Verpflegung an: Sally Restaurant, Acar Pizza Kebap und Damasko’s im Rieselfeld

Material

Artikel zum Jugendforum in der Stadtteilzeitung Rieselfeld

Termine

Das Jugendforum fand am 29. Oktober 2021 statt.

Ergebnisse

Jugendforum Rieselfeld: Barcamp Dokumentation

Galerie

Map

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