Konzept 8er-Rat

Was ist der 8er-Rat Freiburg?

Bei der Suche nach innovativen, zeitgemäßen und jugendgerechten Beteiligungsformen sind wir im Sommer 2014 auf die von den beiden Kommunalberatern Erik Flügge und Udo Wenzl veröffentlichte Idee des 8er-Rats aufmerksam geworden, die wir mit Jugendlichen während der 2. SchülerInnen-Tagung „.komm“ im November 2014 erstmals diskutiert haben. Dieses Projekt erschien uns in vielerlei Hinsicht sehr erfolgversprechend, so dass wir es ab dem Schuljahr 2015/16 mit drei Schulen als Partnern über drei Jahre hinweg modellhaft erprobten. Seit dem Schuljahr 2018/19 wird das Projekt dauerhaft implementiert.

Die baden-württembergischen Bildungspläne sehen für die 8. Klassen aller Schularten Themen wie „Demokratie in der Gemeinde“, „Mitbestimmung und Mitwirkung im Gemeinwesen“, „Demokratische Möglichkeiten der Einflussnahme“ und „Soziales Engagement“ vor. In den 8. Klassen finden keine Schul-Abschlussprüfungen statt.

Vor diesem Hintergrund bilden Schüler*innen aus 8. Klassen einer Kommune für ein Jahr den 8er-Rat. Er bietet ihnen die Möglichkeit, eigene – kommunalpolitisch relevante – Beteiligungsprojekte zu entwickeln und diese in einem zeitlich überschaubaren Rahmen gemeinsam mit Partnern aus Politik und Verwaltung praktisch umzusetzen. Das Modell sieht aktive Beteiligung vor anstelle von Delegation: Jugendliche können ihre eigenen Interessen unmittelbar und vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Lebensumstände ausdrücken. Die Mitarbeit im 8er-Rat vermittelt damit allen Beteiligten positive Erfahrungen und sorgt zudem von Schuljahr zu Schuljahr für Kontinuität im schnellen Wechsel der Jugend-Generationen.

In einem dreijährigen Modell-Versuch in den Schuljahren 2015/16, 2016/17 und 2017/18 haben wir mit den Schüler*innen sowie den Fachlehrerinnen je einer 8. Klasse der Hebelschule, der Wentzinger Realschule und des Kepler-Gymnasiums zusammengearbeitet. Gemeinsam mit externen Expert*innen haben wir in diesem Zeitraum standardisierte Verfahren für die Kommunikation zwischen 8er-Rat und kommunaler Politik und Verwaltung entwickelt. In diesem Kommunikations-Prozess vertraten nicht nur die Jugendlichen ihre Ideen und Projekte; sie waren zugleich politische Ansprechpartner*innen für Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung bei der Umsetzung von jugendrelevanten Planungsprozessen.

Der zeitliche Rahmen eines Schuljahres im 8er-Rat sieht vier Einheiten vor: die Qualifizierung der Schüler*innen und ihre Heranführung an das Projekt im Fachunterricht der jeweiligen Schule (Ideenbörse mit Themenvorschlägen) sowie hierauf folgende schulübergreifende Konferenzen. Auf diesen Konferenzen werden Themenvorschläge diskutiert, Schwerpunkte festgelegt und in schulübergreifenden AGs bearbeitet. Ergebnisse werden im Kontakt zu Gemeinderat und entsprechenden Stellen der Verwaltung (etwa dem Stadtplanungsamt) in die kommunale Politik eingebracht. Die abschließende Konferenz beinhaltet anschauliche Präsentationen, ein ausführliches Feedback und dient dem Übergeben der Projekte an Pat*innen aus der Politik und Verwaltung.

Das Projekt wird unterstützt vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), der Jugendstiftung Baden-Württemberg und dem Innovationsfonds der Bildungsregion Freiburg. Vielen Dank dafür!

Der 8er-Rat ist ein Projekt des Partizipations Mix des Jugendbüro im Jugendbildungswerk. Infos zum Konzept finden Sie hier

 

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Worum geht's hier?

Der 8er-Rat Freiburg ist Teil im Partizipationsmix des Jugendbüros. Was ist die Idee hinter dem Projekt mit drei achten Klassen aus verschiedenen Schulen und Schultypen?