• Skatement Freiburg
  • Jugendgipfel Freiburg
  • Jugendstadtplan Freiburg
  • Jugendbüro Freiburg
  • Schülerrat Freiburg
  • Startseite freiburgXtra

Artikel

05.10.2012

Skatepark am Karlsplatz: Planung im Winter, Bau im Frühjahr

"Stadt will 2013 Skatepark am Karlsplatz bauen" titelt die Badische Zeitung am 5. Oktober 2012 in ihrer Freiburger Ausgabe. Die Sprecherin der Stadt wird im folgenden Artikel konkreter: "Der Winter wird (...) zur Planung genutzt – und ab Frühjahr 2013 kann gebaut werden." Das sind erfreuliche Nachrichten, weil die der Initiative Skatement und dem Jugendbüro bis zum Tag davor vorliegenden Informationen darauf hindeuteten, dass sich Planung und Bau der Anlage bis in dem Spätsommer 2013 oder gar das Frühjahr 2014 hinziehen könnten. Doch der Reihe nach.


Nach der Platzbegehung am 16. April und der Diskussion von Entwürfen für die geplante Anlage am Karlsplatz am 21. Mai 2012 gemeinsam mit interessierten Jugendlichen und den verantwortlichen Planern wurde der Vorentwurf einer Skate-Anlage am Karlsplatz einem für uns anonymen Sponsor vorgelegt. Dieser Sponsor – so der damalige Stand der Dinge – wollte die Baukosten der Anlage tragen, die Stadt wollte die Kosten für deren Planung aus ihrem aktuellen Haushalt finanzieren. Nach der Zustimmung des Sponsors zum Vorentwurf sollte der Planungsprozess bis zur Ausschreibung der Bauarbeiten fortschreiten. Alle Beteiligten rechneten zu diesem Zeitpunkt mit einem Baubeginn im günstigsten Fall noch im Jahr 2012, eher aber im Frühjahr 2013.

Anfang September informierte uns das Garten- und Tiefbauamt darüber, dass sich Sponsor und Stadt darauf geeinigt hätten, die Gesamtkosten des Projekts (also Planungs- und Baukosten) zu teilen. Die hierzu nötigen Mittel wolle die Stadt in den kommenden Doppelhaushalt 2013/14 einstellen. Da diese Mittel erst verfügbar werden, wenn der städtische Haushalt "zuteilungsreif" ist, das heißt wenn er vom Gemeinderat verabschiedet und von der Regierungspräsidentin unterzeichnet wurde, bedeutete diese Nachricht, dass frühestens im Spätsommer 2013 evtl. sogar erst im Frühjahr 2014 mit dem Bau der Skate-Anlage begonnen werden kann.

Die Jugendbeteiligung am Skatepark drohte für ein Jahr unterbrochen zu werden. Jugendbeteiligungs-Projekte brauchen aber – darin sind sich alle Experten einig – einen für Jugendliche zeitlich überschaubaren Rahmen und für Jugendliche nachvollziehbare Entscheidungsprozesse. Skatement und Jugendbüro beschlossen daher in dieser Situation, die Verwaltungsspitze und die Fraktionen im Gemeinderat um ihre Unterstützung zu bitten.

Wir schrieben Briefe an den Oberbürgermeister, an alle BürgermeisterInnen und an alle Fraktionen im Gemeinderat mit der Bitte um Unterstützung dabei, den durch Sachzwänge verzögerten Planungsprozess nach ihren Möglichkeiten zu beschleunigen. Die Fraktionen im Gemeinderat wollten wir gemeinsam mit Jugendlichen zu deren Sprechstunden besuchen, um unser Anliegen vorzutragen und über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Um all dies auch für die Öffentlichkeit nachvollziehbar zu machen, planten wir außerdem ein Pressegespräch, über das wir Verwaltungsspitze und Fraktionen in den genannten Briefen vorab informierten.

Dieses Pressegespräch fand am 4. Oktober 2012 um 15.00 Uhr im Büro des Jugendbüros im Haus der Jugend statt. Wir berichteten den anwesenden Presse-Vertreterinnen genau das, was hier in diesem Text zu lesen ist. Wenige Stunden später veröffentlichte die Badische Zeitung in ihrer Online-Ausgabe vorab den Artikel, den wir oben auf dieser Website zitieren: "Stadt will 2013 Skateplatz am Karlsplatz bauen."

Die in diesem Artikel von der Stadtsprecherin Edith Lamersdorf auf Nachfrage der BZ genannten Informationen – das muss nachdrücklich betont werden – waren den Mitgliedern der Initiative Skatement und dem Team des Jugendbüro Freiburg bis zu diesem Zeitpunkt NICHT bekannt! Und das, obwohl wir eine Woche zuvor die oben genannten Briefe verschickt hatten, in denen wir ausführlich über unseren Kenntnisstand und über unsere Absichten informiert hatten sowie um Unterstützung für eine Beschleunigung des Planungsprozesse gebeten hatten.

Laut Frau Lamersdorf konnte offenbar ein der Stadt zugedachtes Erbe zur Finanzierung des Projekts verwendet werden, weshalb der zeitraubende Weg über den städtischen Haushalt nicht beschritten werden muss. Wir begrüßen natürlich trotz der Kommunikations-Probleme das Engagement innerhalb der Stadtverwaltung, das diese unerwartete Lösung ermöglicht hat! Und wir freuen uns auf die Fortführung der im vergangenen Dezember so erfolgreich gestarteten und im April/Mai dieses Jahres sehr kreativ fortgesetzten Beteiligung von Jugendlichen bei der Planung und Gestaltung des neuen Skateplatzes mitten in der Stadt!



zurück zur Übersicht

Topnews

Aktuelles:

07.07.2015

Schon bei der Eröffnung war offensichtlich: Der Skatepark ist klasse! Der Skatepark ist zu klein!...


18.05.2015

Einmal mit der Helm-Kamera auf dem Kopf durch den Skatepark flitzen - am Eröffnungstag der neuen...


06.05.2015

Dauerregen am Wochenende. Na und! Am Montag dann: blauer Himmel. Und reichlich Wärmegrade für eine...