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Artikel

26.01.2011 Von: Jugendbüro

Jugendgremium im Quadrat - Ergebnisse des dritten Workshops

Wie kann eine gelungene Jugendbeteiligung in Freiburg aussehen? Braucht es dafür ein Jugendgremium, dessen Delegierte regelmäßig zusammen kommen und für alle Jugendthemen zuständig sind? Oder braucht es eher mehrere Jugendforen, zu denen sich an bestimmten Themen Interessierte in einem jeweils zeitlich überschaubaren Rahmen treffen? Mit diesen Fragen setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am dritten Workshop „Jugendgremium im Quadrat“ am 23. Januar im Haus der Jugend auseinander. Wir dokumentieren hier die Ergebnisse und laden alle Interessierten zur weiteren Diskussion am 15. Februar um 19.00 Uhr ins Jugendbüro ein.


Die Mitglieder in einem Jugendgremium sind gewählt oder delegiert und arbeiten kontinuierlich über einen längeren Zeitraum hinweg an allen Themen, die sich ihnen im Rahmen der Kommunalpolitik stellen.

Die TeilnehmerInnen an einem Jugendforum wechseln je nach Thema des Forums. Die jeweiligen Foren finden zu bestimmten Themen statt, wenden sich an spezielle Zielgruppen und sind offen zugänglich. Die Ergebnisse verschiedener Einzelforen können an einem großen, gemeinsamen Jugendforum im Jahr vorgestellt werden.

Diese beiden Modelle standen während des Workshops auf dem Pro- und Contra-Prüfstand. Während einer intensiven Arbeitsphase wurden in Gruppen Argumente für und wider Gremium und Forum gesammelt und anschließend in einer gemeinsamen Präsentation zusammen getragen (Pro- und Contra-Argumente siehe Liste am Ende dieses Textes).

Dabei zeigte sich, dass jedes der Modelle seine Stärken und Schwächen hat. Anders ausgedrückt: Keines der Modelle stieß auf vorbehaltlose Zustimmung oder Ablehnung. Die TeilnehmerInnen verständigten sich daher auf ein Folgetreffen, bei dem sie versuchen wollen aus den positiven Möglichkeiten beider Modelle ein besonders Erfolg versprechendes und effektives Beteiligungsmodell für Jugendliche in Freiburg zu entwickeln.

Alle Jugendlichen, die Lust haben sich an diesen Überlegungen zu beteiligen, sind herzlich zum Treffen am Dienstag, 15. Februar 2011 um 19.00 Uhr im Jugendbüro (1. OG vom Haus der Jugend in der Uhlandstraße 2) eingeladen.


Argumente für und gegen die beiden Beteiligungsmodelle Jugendgremium und Jugendforum

1. Jugendrat | Jugendgremium

Pro
Es gibt ständige Ansprechpartner; langfristige Planung ist möglich; es existiert ein fester Kern von VertreterInnen; themenübergreifendes Arbeiten und schnelles Reagieren sind möglich; Kompetenzen (z.Bsp. Rederecht im Gemeinderat) können wahrgenommen werden; als Organisation verspricht ein Gremium Kontinuität

Contra
Die Arbeit im Gremium ist zu verpflichtend (regelmäßige Treffen über einen langen Zeitraum); der Start, bis ein Gremium existiert, ist langwierig und schwierig; Wahlen sind notwendig bzw. Ist Delegation demokratisch?; keine offenen oder zu wenige Beteiligungsmöglichkeiten; nicht transparent, zu sehr auf sich bezogen; Legitimationsprobleme; unflexibel (z.Bsp. eine für viele Jugendliche zu lange Legislaturperiode)

2. Jugendforum | Jugendforen

Pro
locker, nicht verpflichtend; offen für alle Interessierten; Projekte können effektiver unterstützt werden; interessengebundene Mitarbeit; Transparenz; eine Kerngruppe mit besonderem Know-how ist möglich; basisdemokratisch; projektorientiert; jugendfreundlicher (z.Bsp. mehr Zuspruch durch geringen Zeitaufwand und leichten Einstieg)

Contra
keine ständigen Ansprechpartner für Politik und für Jugendliche; viel Werbung nötig, da jedes Forum neu organisiert werden muss; man lernt wenig über parlamentarische Prozesse; Kompetenzen werden abgegeben (s.o. Rederecht im Gemeinderat); keine Legitimation des Organisationsteams; keine Kontinuität; fehlende Legitimation und mangelnde Kontinuität führen zu wenig Zuspruch durch Jugendliche



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